Umbau und Modernisierung unter Berücksichtigung der energetischen Vorgaben

Von Friedhold Lippmann     

 

Zu diesem Thema hielt Claus-Peter Grimm, Energieberater und Inhaber der Firma "Allenergie - Energieberatung", am 18.10.2011 einen Vortrag im Vereinsheim.

Der Vortrag bezog sich auf die Vorgaben, welche die Energieeinsparverordnung EnEV 2009 bei Modernisierungsmaßnahmen an bestehende Eigenheime stellt.

Mit der Energieeinsparverordnung EnEV wird den Zielen der umweltpolitisch gewollten Reduzierung des CO2-Ausstoßes entsprochen.

Der Referent erläuterte sehr anschaulich die für die energetische Bewertung von Bestandsgebäuden wichtigen Begriffe wie den Transmissionswärmeverlust, den Jahres-Primärenergiebedarf und den Wärmedurchgangskoeffizient sowie die nach den Bestimmungen der EnEV 2009 festegelegten Maximalwerte z.B. für die Gebäudedämmung und den Heizenergieverbrauch.

Nachdem ein allgemeiner Vorschlag für die Herangehensweise an eine energetische sinnvolle Modernisierung vorgestellt wurde (Bild rechts), ging der Vortrag näher auf eine der Maßnahmen ein, welche, entsprechend der am Gebäude auftretenden Wärmeverlusten, den größten energetischen Nutzen mit sich bringt, die Fassadendämmung. Hier wurde zunächst das mögliche Einsparpotential aufgezeigt und ein reales Zahlenbeispiel vorgestellt. Anhand der Aufzeichnung der jährlichen Gasverbräuche für drei Jahre vor und vier Jahre nach der Modernisierungsmaßnahme wurde der Einspareffekt der Maßnahme deutlich. Im konkreten Fall entstand durch die Maßnahme eine Reduzierung des jährlichen Gasverbrauches von rund 36%.

Allerdings muss die Maßnahme auch in Bezug zu den für die Baumaßnahme entstandenen Kosten gebracht werden, was im Vortrag getan wurde. Es wurden die Vor- und Nachteile der Gebäudedämmung aufgezeigt. Besonders wurde hierbei genannt, dass neben dem beschrieben Einsparpotential ein richtig gedämmtes Gebäude auch eine gute Kühlung im Sommer gewährleistet und eine Steigerung der allgemeinen Behaglichkeit durch die Verringerung der Temperaturdifferenzen zwischen Innenwand und Raumtemperatur zur Folge hat. Dies funktioniere allerdings nur, wenn die Bewohner des Gebäudes ihr Verhalten in Bezug auf die Raumlüftung ändern. Dies wurde neben dem finanziellen und organisatorischen Aufwand als einer der kritischen Punkte einer Fassadendämmung aufgezeigt. Dazu kamen aus dem Publikum auch eine Reihe von Fragen und es entwickelte sich eine rege Diskussion. Mit einem kleinen Experiment rundete der Referent das Thema ab: Bereits vor Beginn des Vortrags lehnte er eine Styroporplatte an die Außenwand des Vereinsheims und konnte so zeigen, dass die Temperatur der Innenwand an dieser Stelle etwas höher war als in der Umgebung.

 

Im nächsten Teil des Vortrages wurde auf einen wesentlichen Punkt jeglicher Modernisierungsmaßnahme eingegangen, der Finanzierung. Es wurden die staatlichen Förderprogramme vorgestellt, aber auch alternative Möglichkeiten aufgezeigt.

Am Ende des Vortrages stellte Herr Grimm sein kürzlich gegründetes Unternehmen mit dem Namen „Allenergie - Energieberatung“ vor. Im Leistungsprofil des Unternehmens befinden sich neben der Energieberatung und der Betreuung energetischer Modernisierungen auch die Vermittlung von Handwerkerleistungen wie zum Beispiel für die beschriebene Fassadendämmung. Außerdem ist er berechtigt, Energiepässe auszustellen. Ein ganz besonderes Angebot ist der Verkauf und die Montage von effizienten und kostengünstigen Photovoltaikanlagen an Eigenheimbesitzer mit geeigneten Dachlagen.

 

Für Interessenten zum Thema „Förderung des Eigenverbrauchs von Solarstrom aus Photovoltaikanlagen“ wurde ein weiter Vortrag angekündigt.

 

Bilder: Friedhold Lippmann

 

Hinweis: Alle Bilder können groß geklickt werden.

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