Siedlerreise „Romantiktage entlang der Lahn“

Bericht: Friedhold Lippmann

Bilder: Friedhold Lippmann, Günther Hendel, Gerhard Bauer

 

An der Wochenendreise vom 28. – 30.05.2010 nahmen 42 Siedlerinnen und Siedler unseres Vereines, darunter auch einige Gäste aus Oberlosa, teil. Genau genommen waren es sogar 44, denn auch der Busfahrer und die Reisebegleiterin, Rolf und Karin Hederich, sind Vereinsmitglieder (Bild links).

Mit dem komfortablen Reisebus ging es zunächst über Eisenach und Gießen nach Weilburg. Wie eine Insel liegt die Altstadt, dominiert von der Schlossanlage, auf einem Felsrücken an einer Lahnschleife. Im Mittelpunkt einer Stadtführung stand die weiträumige barocke Schlossanlage. Dabei waren die beiden Stadtführerinnen mit historischen Kostümen, wie die damaligen Stadtpfeifer, bekleidet – sehr originell. Danach blieb noch Zeit für eine Tasse Kaffee, dann wurde das wenige Kilometer entfernte Braunfels, das Neuschwanstein von Hessen, angesteuert, wo gegen 16.00 Uhr der Zimmerbezug im Parkhotel Fürstenhof erfolgte.

Anschließend konnten dann individuell das Schloss Braunfels, inklusive der Innenräume, sowie die Stadt erkundet werden. Mehr als 700 Jahre diente das Schloss den Grafen und späteren Fürsten zu Solms – Braunfels als Residenz. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg laufend ergänzt. Nach einem Brand im Jahre 1679 erfolgte der Wiederaufbau. Mit einem Glas „Brauner Schlawiner“, einem dunklen Bier aus der in Braunfels ansässigen kleinsten Spezialitätenbrauerei Hessens, klang der Tag aus.

Der 2. Tag stand unter dem Motto „Romantische Lahn – bis zur Mündung in den Rhein“. Der örtliche Reiseleiter, ein studierter Historiker, erklärte sachkundig die geschichtlichen Zusammenhänge. Der erste Zwischenstopp erfolgte in Limburg. Hier wurden die Altstadt mit ihren prächtigen Fachwerkhäusern und der Dom besichtigt. Vor dem Dom entstand auch das nebenstehende Gruppenfoto. Natürlich blieb auch Zeit für den Besuch eines der zahlreichen Straßenkaffees.

Über Nassau, dem Stammsitz der Grafen von Nassau, bekannt durch seine markante trutzige Gipfelburg, ging es weiter nach Bad Ems, dem „Kaiserbad“. Nach dem Mittagessen stand besonders das Kurhaus mit der historischen Brunnenhalle im Mittelpunkt des Interesses. Hier konnte auch von den Thermalquellen gekostet werden. Die Brunnenhalle ist auch Kulisse für Kurkonzerte. Danach führte die Fahrt weiter nach Lahnstein. Hier mündet die Lahn in den Rhein.

Von hier aus ging es weiter am Rhein entlang, an der Loreley vorbei, bis Lorch, dann wieder Richtung Limburg zurück nach Braunfels. Unterwegs konnte in der Laukenmühle noch ein wirklich guter Kaffee nebst Schwarzwälder Kirschtorte genossen werden. Der Tag war aber noch nicht zu Ende: Es kam noch ein Highlight, nämlich das gemeinsame Abendessen mit anschließendem gemütlichen Zusammensein im Brauhaus Obermühle, der oben erwähnten Spezialitätenbrauerei, in Braunfels.

Ein Alleinunterhalter sorgte für gute Stimmung und fleißig wurde das Tanzbein geschwungen. Aber auch die Siedlerinnen und Siedler trugen selbst aktiv zum Gelingen des Abends bei. So wurden Sketche vorgetragen und auch der eine oder andere Witz erzählt. Die Mitglieder des Chores stimmten den „Vogelbeerbaum“ an und alle schunkelten mit.

Im Verlaufe des Abends bedankte sich der Vereinsvorsitzende Gerhard Bauer schon mal bei der Busbesatzung Karin und Rolf Hederich mit kleinen Geschenken für die fast liebevolle Betreuung der Siedlerinnen und Siedler während der Fahrt und in den Pausen. Beim Bordservice blieben keine Wünsche offen. Hervorragend war natürlich auch die gesamte Organisation der Reise.

Am nächsten Morgen hieß es Kofferpacken. Nach dem Frühstück ging es wieder in Richtung Plauen. Zunächst wurde aber Marburg, eine Stadt mit Historie, einer Altstadt zwischen Lahn und Schloss, universitärem Flair und einem landschaftlich reizvollen Umland, besucht. Bei einem geführten Stadtrundgang konnte man viel über die Fachwerkarchitektur und die Geschichte erfahren. Natürlich fehlte auch der Hinweis auf die Gebrüder Grimm, die in Marburg Jura studierten, nicht.

Danach hieß es Abschied nehmen vom Tal der Träume. Um 18.00 Uhr war der Bus wieder in Plauen. Wer wollte, konnte im Vereinsheim noch ein kleines Abendbrot einnehmen.

Zum Schluss waren sich alle einig: Im nächsten Jahr wird es wieder eine gemeinsame Fahrt geben.

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Kommentare: 1
  • #1

    M.&M.K. (Mittwoch, 02 Juni 2010 20:32)

    Hallo Freunde,
    eine wunderbare Berichterstattung, die wir schon sehnsüchtig erwartet haben. Nun waren wir auch faßt dabei und freuen uns mit das es offensichtlich allen gut gefallen hat.
    Weiteren solchen Aktivitäten sollte nichts im Wege stehen.
    Allen Initiatoren und Organisatoren weiter viel Erfolg.
    Mit freundlichen Grüßen M.&M.