Vortrag zum Erbrecht - Thema fand großen Anklang

Rechtsanwältin Frau Schröder und Vereinsvorsitzender Gerhard Bauer
Rechtsanwältin Frau Schröder und Vereinsvorsitzender Gerhard Bauer

Bericht und Bilder: F. Lippmann

 

Am 23.03.2010 fand im Vereinsheim ein Vortrag zum Thema Erbrecht statt. Als Referentin konnte die Rechtsanwältin Frau Schröder aus Leipzig gewonnen werden. Ein guter Griff - Frau Schröder erläuterte sehr anschaulich die nicht ganz unkomplizierte Problematik vor ca. 40 Siedlerinnen und Siedlern. Das Vereinsheim war damit bis auf den letzten Platz gefüllt.

Großes Interesse beim Publikum
Großes Interesse beim Publikum

Die Referentin erläuterte zunächst die gesetzliche Erbfolge, mit der geregelt wird, wer das Vermögen eines Verstorbenen erhält, wenn kein Testament vorliegt. Die Verwandten des Erblassers werden in Erbenordnungen eingeteilt:

  1. Ordnung: Kinder, Enkel, Urenkel
  2. Ordnung: Eltern und deren Abkömmlinge
  3. Ordnung: Großeltern und deren Abkömmlinge

 

Die jeweiligen Ehegatten sind nicht mit dem Erblasser verwandt, deshalb gibt es hier besondere Vorschriften, das Ehegattenerbrecht. Dazu nannte Frau Schröder ein Beispiel: Bestand zwischen den Eheleuten der Güterstand der Zugewinngemeinschaft und es sind Erben der 1. Ordnung (Kinder) vorhanden, erbt der überlebende Ehegatte die Hälfte des Nachlasses. Dies ist ein häufiger Fall, der aber nicht unproblematisch ist, gerade wenn der Nachlass vorwiegend aus Grundstück und Haus besteht (u.U. muss das Haus sogar verkauft werden). Wer dies vermeiden will, muss die Erbfolge durch ein Testament regeln. Unter Vorbehalt einer Enterbung muss sich der Erblasser an die Pflichtteilsregelung halten.

Die Rechtsanwältin Frau Schröder ging dann auf die Formen der Errichtung eines Testamentes ein:

  • Eigenhändiges Testament (handschriftlich, Unterschrift am Ende), kann beim Nachlassgericht in Verwahrung gegeben werden
  • Öffentliches Testament (über einen Notar, der auch berät), wird immer beim Nachlassgericht in Verwahrung gegeben. Nachteil sind die damit verbundenen Kosten

Die Ausführungen zum Ehegatten- oder gemeischaftlichen Testament stießen auf das besondere Interesse der Besucher. Eine häufige Form ist das sogenannte "Berliner Testament". Die Ehegatten setzen sich hier gegenseitig als Erben ein und verfügen, dass beim Tode des Zweitversterbenden der Nachlass z.B. an die Kinder fallen soll. Dazu gab es auch in der lebhaften Diskussion nach dem Vortrag noch eine Reihe von Fragen, die Frau Schröder zur Zufriedenheit beantworten konnte.

RA Frau Schröder und M.König vom Vorstand
RA Frau Schröder und M.König vom Vorstand

Zum Schluss bedankte sich Matthias König im Namen des gesamten Vereinsvorstandes bei der Referentin Rechtsanwältin Frau Schröder mit einem Blumenstrauß für den gelungenen Vortrag.

Udo Barig, Vorstandsmitglied, resümierte noch am Abend per Internet:

"Die heutige Veranstaltung hat einmal  mehr gezeigt welches Potenzial der Verein hat, wenn das Thema passt und auch die Werbung funktioniert!! Wir sollten daraus lernen. Ein Erfolg, ohne wenn und aber."

Weitere Bilder:

Hinweis: Alle Bilder in diesem Bericht können, wie immer, großgeklickt werden!

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