Taumittel auf Gehwegen ist in Plauen verboten

Grundstückseigentümer, die den Gehweg vor ihrem Haus mit Salz von Schnee und Eis befreien, können Ärger mit der Stadt Plauen bekommen. Was viele nicht wissen: Salz auf Bürgersteige zu streuen, ist in Plauen tabu. Das Verbot steht in der Straßenreinigungssatzung.

Satzung der Stadt Plauen über die Straßenreinigung und die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren (Straßenreinigungs- und Gebührensatzung)
Vom 17.11.2009

 

§ 4 Winterwartung

(1) Die Pflicht zur Winterwartung der Gehwege sowie der Fußwege und der nicht im Straßenreinigungsverzeichnis aufgeführten Wege wird auf die Eigentümer der an sie ganz oder teilweise anliegenden Grundstücke übertragen.

(2) Auf den Gehwegen sind an Werktagen ab 06.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 08.00 Uhr Schnee und Glätte unverzüglich nach Beendigung des Schneefalles bzw. nach dem Entstehen der Glätte zu beseitigen. Diese Sicherungsmaßnahmen sind bis 20.00 Uhr so oft zu wiederholen, wie es zur Verhütung von Gefahren erforderlich ist.

(3) Im Rahmen der Winterwartung sind die Gehwege in einer Breite von 1,50 m von Schnee freizuhalten. An den Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse müssen die Gehwege so von Schnee freigehalten und bei Glätte bestreut werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen gewährleistet ist.
(4) Bei Eis- und Schneeglätte sind die Gehwege mit entsprechenden Stoffen abzustumpfen.
Die Verwendung von Salz und sonstigen auftauenden Stoffen ist grundsätzlich verboten.
Ihre Verwendung ist nur erlaubt:

a) in besonderen klimatischen Ausnahmefällen, z. B. bei Eisregen, in denen durch Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Streuwirkung zu erzielen ist,

b) an gefährlichen Stellen, wie z. B. Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgängen, bei starkem Gefälle bzw. bei Steigungen oder ähnlichen Gefahrenstellen. Die Empfehlungen des Herstellers, insbesondere Aufwandsmenge und Konzentration sind zu beachten. Baumscheiben und/oder begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz bestreut, salzhaltiger Schnee darf auf ihnen nicht abgelagert werden.

(5) Der Schnee ist auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges so zu lagern, dass der Fahr- und Fußgängerverkehr hierdurch nicht mehr als unvermeidbar behindert wird. Bei Straßen ohne Gehweg ist der Schnee an der Grundstücksgrenze abzulagern. An Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel darf Schnee nicht abgelagert werden. Die Straßenrinnen und Einläufe in Entwässerungsanlagen und die Hydranten sind von Eis und Schnee freizuhalten. Schnee und Eis von Grundstücken dürfen nicht auf den Gehweg und/oder die Fahrbahn geschafft werden.

(6) Die Winterwartung auf den Fuß- und Verbindungswegen hat entsprechend den Regelungen für die Gehwege zu erfolgen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Bettina Krüger (Mittwoch, 16 Januar 2013 14:29)

    Das ist ja gut und schön, dass es diese Verordnung gibt. Nur leider kennt die Stadt sie wohl selber nicht, denn auch sie streut Salz wo es nur geht. Selbst an dem Weg zur Gaststätte "Poppenmühle" wird wie verrückt Salz gestreut, ebenfalls auf dem kleinen Verbindungsweg von der Riedelstr. zur Hartmannstr.
    Und auch auch die Hausmeisterunternehmen streuen fast ausschließlich Salz. Niemand wird zur Verantwortung gezogen.

    Ich empfinde es als einen Skandal der Umwelt gegenüber. Beispielsweise wurden an der Neundorfer Str. neue Bäume gepflanzt. Der Hausmeister der Spielhalle und des Arbeitsamtes streuen so viel Salz, dass der ganze Fußweg weiß ist und es ist sicher nur eine Frage der Zeit, wann die Bäume das nicht überleben. Aber scheinbar hat die Stadt Plauen sehr viel Geld übrig. Na ja, notfalls kann man ja auch mal wieder die Hundesteuer erhöhen.

    Nein, ich glaube nicht, dass sich da jemals etwas ändern wird.

  • #2

    Retta Wierenga (Samstag, 04 Februar 2017 23:34)


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